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Die Befahrung des Wiener Stadtgebietes wird voraussichtlich bis Ende Mai dauern

Mobile Mapping bis voraussichtlich Ende Mai

Die Erfassung des öffentlichen Raumes ist eine wichtige Basis für alle weiteren Schritte von „Wien gibt Raum“. Aktuell sind ca. 88% des gesamten Stadtgebietes bereits erfasst. Die Befahrung wird voraussichtlich Ende Mai 2018 abgeschlossen sein – danach werden nur noch kleinere Bereiche nachgearbeitet, um eine vollständige Abdeckung zu gewährleisten.

In Summe waren die Fahrzeuge von „Wien gibt Raum“ bisher in 61 Tagen insgesamt 6.197 Kilometer unterwegs und haben damit knapp die Distanz des Erdradius zurückgelegt.

Parallel dazu werden die Bilddaten aufbereitet (also georeferenziert und anonymisiert). Das bereits aufbereitete Material beinhaltet exakt 618.876 Panoramabilder, die sich aus 8.045.388 Einzelbildern zusammensetzen. Die Expertinnen und Experten der MA 41 – Stadtvermessung überwachen diesen Prozess und sichern die Qualität anhand von Prüfpunkten. Das Ergebnis der Daten sieht dann in weiterer Folge so aus:

Screenshot des Bilddatenviewers: Überblendung von Bilddaten mit 3D Linien der Wiener Mehrzweckkarte

An dem Screenshot kann man gut ersehen, wie hoch die Qualität der Daten ist. Es können aufgrund der hohen Genauigkeit Daten aus unterschiedlichen Vermessungen miteinander kombiniert werden: Hier etwa Bilddaten aus der Mobile-Mapping-Befahrung mit 3D-Linien der Wiener Mehrzweckkarte (in grün).

Der Bilddatendienst wird im ersten Schritt den Dienststellen des Magistrats zur Verfügung gestellt. So können zeitnah Kosten durch „virtuelle Ortsaugenscheine“ gespart werden. Gleichzeitig wird begonnen, aus den vermessungsgenauen Bilddaten zusätzliche Objekte auszuwerten. Die so generierten Geodaten dienen der besseren Vernetzung und Koordination von Aktivitäten und Planungen im öffentlichen Raum. Sie sind auch die Grundlage für die weiteren Schritte des Programmes, die Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen zu Guten kommen.

Die ExpertInnen der MA 41 - Stadtvermessung Wien koordinieren die Erfassung des Wiener Stadtgebiets mit Mobile-Mapping-Technologie (Foto: PID/Christian Fürthner)

Die Befahrung startet wieder

Die Erfassung des öffentlichen Raumes mittels „Mobile Mapping“-Technologie ist ein wichtiger Teil des innovativen Vorhabens von „Wien gibt Raum“. Die Befahrung wurde im September 2017 begonnen und dann aufgrund des Winters unterbrochen. Bis dahin wurde etwa die Hälfte des Wiener Stadtgebietes erfasst.

Seit 27. März 2018 sind die Vermessungsfahrzeuge nun wieder im Wiener Stadtgebiet unterwegs. Sie erfassen nunmehr das verbliebene Stadtgebiet – vor allem die Außenbezirke – und schließen Lücken im bestehenden Datenmaterial. Die Erfassung des gesamten Stadtgebietes wird damit voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen sein.

Die Befahrung wird von den ExpertInnen der MA 41 – Stadtvermessung Wien koordiniert. Zudem wird momentan auch die Anonymisierung und die exakte Ausrichtung der Bilddaten am Wiener Koordinatensystem vorgenommen. Mit diesen hochqualitativen Daten arbeitet der Magistrat der Stadt Wien an Lösungen, um die Nutzung des öffentlichen Raumes für BürgerInnen und Unternehmen zu vereinfachen.

Das Befahrungsfahrzeug von Wien gibt Raum (Bohmann/Bubu Dujmic)

Befahrung bis zum Frühjahr unterbrochen – bisher höchst erfolgreicher Verlauf

Von 25.09.2017 bis 27.11.2017 waren die „Wien gibt Raum“-Fahrzeuge in der Stadt Wien unterwegs, und haben in diesem Zeitraum an insgesamt 38 Tagen eine Wegstrecke von 3.515 km zurückgelegt. Dies entspricht z.B. der Strecke Wien – Marrakesch oder einem Hundertstel der Strecke zwischen Erde und Mond!

Dabei war der sonnige Herbst für die Befahrung günstig – an nur zwei Tagen musste wegen Regens abgebrochen werden. Auf Grund der Wetterlage haben die Fahrzeuge nun Winterpause. Denn Sonnenstand, Tageslänge und Wetter erlauben keine sinnvolle Datenerfassung mehr. Die Fortsetzung der Datenerfassung findet im Frühjahr 2018 statt.

Die Hälfte des Stadtgebiets erfasst

Bezogen auf die zu erfassenden Bereiche wurden aktuell rund 50% mit Daten abgedeckt, wobei in Summe rund 17 Millionen Einzelbilder bzw. ca. 35 Terrabyte an Daten aufgenommen wurden. Die Fahrzeuge nehmen ihre Daten im normalen Stadtverkehr auf, und lösen die Kameras je nach Situation mit einen Abstand von 3 bis 5 m aus. Pro Fahrzeugposition werden insgesamt 13 Einzelbilder aufgenommen.

Die bis jetzt gesammelten Daten werden über die Wintermonate aufbereitet. 17 Millionen Bilder müssen an die korrekten Positionen der Stadt wandern, radiometrisch und geometrisch verbessert werden und abschließend in 3D Bilder umgewandelt werden. Die in den Bildern ersichtlichen Personen und Kennzeichen werden anonymisiert. Parallel dazu wird die nötige interne IT Infrastruktur geschaffen und eine große Datenbank aufgebaut. Weiterführend werden die aufbereiteten Mobile-Mapping-Daten stückweise im Magistrat eintreffen und von der MA 41 – Stadtvermessung einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen.

Durch die Unterbrechung entstehen der Stadt Wien keine zusätzlichen Kosten und es kommt zu keiner relevanten Verzögerung innerhalb des Programmes „Wien gibt Raum“.

Fahrzeug zur Vermessung "Mobile Mapping"

Start der Befahrung

Seit heute sind bis zu drei Vermessungsfahrzeuge von „Wien gibt Raum“ im Wiener Stadtgebiet unterwegs …

Veranstaltung mit DatenschützerInnen zu Wien gibt Raum

Infoveranstaltung zum Thema Datenschutz

Das Thema Datenschutz spielt bei „Wien gibt Raum“ eine besonders wichtige Rolle. Da wir als Stadt Wien dieses innovative Projekt partizipativ gestalten möchten, lud der Programmleiter Mag. David Vladar am 6. Juli 2017 Vertreterinnen und Vertretern von Datenschutzverbänden in die Wiener Planungswerkstatt ein. Unter anderem folgten Vertreterinnen und Vertretern von C3W, Metalab, Open Knowledge Österreich und quintessenz der Einladung.

Dabei wurden das Programm sowie sein Datenschutzkonzept vorgestellt und mit den Datenschützerinnen und Datenschützern diskutiert. Die vorgestellten Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre von Bürgerinnen und Bürgern wurden von allen Anwesenden als sehr gut und umfassend wahrgenommen. Aus dem gemeinsamen Gespräch konnten wir zahlreiche Anregungen mitnehmen, die wir in die Arbeit von „Wien gibt Raum“ einfließen lassen werden.

Besonders intensiv wurden die Möglichkeiten der Nutzung von georeferenzierten Bilddaten in hoher Qualität diskutiert. So wurde etwa die Verwendung für wissenschaftliche Forschungszwecke oder durch Startups im Rahmen von Open Data besprochen. Ein weiterer Punkt, der auf reges Interesse stieß war die Datensicherheit – etwa bei den Mechanismen zur Unkenntlichmachung von Personen und Fahrzeugkennzeichen.

Die Veranstaltung stellte den Beginn eines Dialogs mit magistratsexternen Stakeholdern dar, der im Programm „Wien gibt Raum“ weiter verfolgt wird.